Regenerative Energien, Forschung und Wirtschaft verbinden

08.08.2020

Die Versorgung des Kreises Lippe mit regenerativen Energien ist ein zentrales Ziel der heimischen Christdemokraten für die kommenden Jahre. Aus diesem Grund haben sich CDU-Landratskandidat Jens Gnisa und Dörentrups CDU-Bürgermeisterkandidat Friso Veldink am Energiedorf Wendlinghausen auf Einladung von Joachim von Reden, Geschäftsführer der Energiedorf Wendlinghausen GmbH und Thomas Trautner, Geschäftsführer der NaWaRo Biogasanlage Wendlinghausen getroffen, um sich ein Bild von den bereits vorhandenen Möglichkeiten zu machen und gleichzeitig über Zukunftsvisionen zu diskutieren.

Joachim von Reden plädiert: "Ziel soll sein, die Biogasanlagen nicht nur mit Mais und Kleegras zu versorgen, sondern mit mehrjährigen Blühflächen die den Artenschutz und die Biotopvernetzung in Lippe optimieren. Blühflächen, wie hier am Energiedorf, eignen sich ebenso gut und leisten zudem einen wichtigen Beitrag für die Biodiversität." Zudem liefert Biogas regionalen Strom und Wärme und versorgt so Teile ganzer Dörfer.
Friso Veldink, der bei der Landwirtschaftskammer NRW unter anderem für Biogasanlagen zuständig ist, stellte in diesem Zusammenhang klar, dass die Biogasanlagen im Kreis Lippe in Zukunft nach dem Auslaufen des EEG nur weiter wirtschaftlich betrieben werden können, wenn neben der dann möglichen weitaus geringeren Vergütung, zusätzliche Alternativen zur Verfügung stehen. "Hier müssen wir als Landkreis in Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule OWL neue Ideen entwickeln und fördern", unterstrich Jens Gnisa. Die Förderung von Wasserstoff, der Power-to-Gas-Prozess sowie die Umwandlung von Biogas in Erdgas sind hier zentrale Punkte: "Der Kreis kann hier unterstützend tätig werden, indem Busse des ÖPNV mit Erdgas fahren. Und auch die Landwirtschaft kann hier profitieren, beispielsweise indem landwirtschaftliche Maschinen und Fahrzeuge mit Erdgas betrieben werden", so Gnisa weiter. Ein großes Plus dieser Technologie ist nicht nur die Nachhaltigkeit, sondern insbesondere auch, dass es sich hier um eine regionale Wertschöpfungskette und damit um eine krisensichere Versorgung handelt.
Regenerative Energien, Forschung und Wirtschaft zu verbinden und dabei neue Standards in Sachen Klimaschutz zu setzen, ist das Resümee der Besichtigung am Energiedorf Wendlinghausen.