Herausforderungen der Forstwirtschaft meistern

29.07.2020

Auf Einladung des Bürgermeisterkandidaten Borris Ortmeier hatte CDU-Landratskandidat Jens Gnisa die Gelegenheit, sich im Wald bei Barntrup-Alverdissen einen unmittelbaren Eindruck von den Aktivitäten der Forstwirtschaft zu verschaffen. Neben zahlreichen Waldbauern war auch der Landesverband Lippe mit seinem Landesverbandsvorsteher Jörg Düning-Gast und der Waldbeauftragte der Bundesregierung Cajus Caesar vertreten.

Die Problemsituation konnte eindrücklich beschrieben werden. Die Fichte - Brotbaum der lippischen Waldbauern - ist quasi nicht mehr existent. Aber auch andere Bäume wie die Buche sind schwer angeschlagen. Vor allem ist der Holzpreis verfallen. Insbesonders kleinen Waldbauern macht es deshalb Schwierigkeiten die Flächen überhaupt abzuräumen. Die staatlichen Hilfen wurden diskutiert, die hohe Bürokratie wurde beklagt. Die Waldbauern können die Anträge teils nur mit Hilfe von Förstern ausfüllen, dann lohnen sich die Zuschüsse aber nicht mehr.
Dr. Heinrich Bottermann, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, versprach sich die Formulare noch einmal anzuschauen und mit den Waldbauern in Kontakt zu treten, um die genauen Probleme in der Bürokratie zu klären.
Weiter wurde diskutiert, wie die Flächen wieder aufgeforstet werden könnten: welche Bäume sollen gepflanzt werden? Wie können sie vor Verbiss geschützt werden? Wie sieht die Förderlandschaft für Wiederaufforstungen aus?
Schließlich wurde die Bitte der Waldbauern vorgetragen, für bessere Absatzmöglichkeiten des Holzes zu sorgen. In den Niederlanden gibt es etwa große Kraftwerke, die auf Holzbasis laufen. Auch die Förderung der Holzbauweise wurde gefordert. Jens Gnisa hat gemeinsam mit Borris Ortmeier zugesagt, hierzu noch Vorschläge zu unterbreiten.